Mittwoch, 14. Mai 2014

Artiges Wochenende

Art Yarn-Kurs mit Claudia zu Gast bei Ute in Darmstadt. Mit artig im Sinne von brav hatte dieser Kurs allerdings so gar nichts zu tun. Im Gegenteil, immer wieder wurden wir von Claudia aufgefordert doch mal wild zu sein. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man bisher immer bestrebt war, einen braven, dünnen und gleichmäßigen Faden zu spinnen.

Das vorhandene Buffet an Übungsmaterial war einfach ein Traum. Locken diverser Rassen, Kammzüge, Seide, Glitzerfasern, Muscheln, Pompons, Perlen, Pailetten, um nur ein paar Sachen zu nennen. Eine große Kardiermaschine zum Mischen der wilden Batts. Konengarne in Hülle und Fülle zum Zwirnen.

Wolkengarne, Coils, Supercoils, Corespun, Bouclé, Wire Yarn, Muschelgarne - waren einige der Techniken, die erlernt werden konnten an den beiden Tagen.

Lockenherz, was willst Du mehr ?

Grüne Hölle

Alpenveilchen

Einer schöner als der andere

Muschelgarn


Es ist angerichtet - das Ergebnis des wilden Treibens 

Unverkennbar Wolkengarn


Ist denn schon wieder Weihnachten?

Feuerland
 
Karibisches Meer

Perfekte Coils

Brombeerhecke am Meer
Es hat riesig Spaß gemacht und die Zeit verging leider viel zu schnell. Ich werde weiterhin wild spinnen, soviel steht fest. Auch mit dem Spinnrad ;-) 

Vielen Dank, Claudia für Deine Inspirationen und Ute für Deine Gastfreundschaft.


Donnerstag, 8. Mai 2014

Spiralige Coils

Unsere amerikanische Freundin Kathryn schickte mir u.a. einen Kammzug über den großen Teich, dessen Farben mich nicht so wirklich begeisterten. Leider habe ich wieder im Eifer des Gefechts vergessen, ein Foto vom Kammzug zu machen. Die Farben lassen sich am ehesten mit "Inhalt vom Zebumagen" beschreiben  ;-)Allerdings habe ich schon ein paarmal festgestellt, dass Fasern, wenn sie gesponnen sind, oftmals schöner aussehen als im Rohmaterial. Und so war es auch hier.

Zuerst wurde der Kammzug dick/dünn ausgesponnen und dann die dicken Stellen beim Verzwirnen mit einem Konengarn zu spiraligen Coils geschoben. Das Ganze wurde gleichzeitig mit dem Konengarn noch entsprechend verankert, damit die Coils nicht verrutschen.

Mir gefällt das Ergebnis jetzt richtig gut, wieviel Meter es sind, weiß ich nicht, aber für ein Schälchen reicht es bestimmt.






Mein Hausimker liegt schon seit Dienstag mit einem Magen-/Darmvirus inkl. Fieber im Bett. Ich hoffe, dass sich das bis Samstag wieder stabilisiert hat, damit ich beruhigt nach Darmstadt zu meinem Spinnworkshop mit Claudia fahren kann. Ich freue mich doch schon so darauf - menno.

Ich wünsche schon mal ein schönes Wochenende.

Birgit

Dienstag, 6. Mai 2014

Mein erstes Corespun

ist fertig:
 


 




















Im Gegensatz zum "normalen" Spinnen wird hier die Faser relativ breit ausgezogen und um ein Kerngarn gewickelt. Die Kunst hierbei ist, die Faser nicht zu dünn und nicht zu dick aufzuwickeln. Da das Corespun ein Singlegarn ist, also nicht verzwirnt wird, sollte es nicht zuviel Drall haben. Hat meines aber leider immer noch. Ich hoffe, dass ich in dem Art Yarn Workshop mit Claudia am Wochenende ein paar Tips bekomme, wie ich das besser hinkriegen kann.

Beim Corespun kann sich die Faser in ihrer vollen Schönheit zeigen. Durch die breite Wicklung kommen die Farben und die unterschiedlichen Materialien voll zur Geltung. Die hier verarbeitete Faser war ein einfacher Merinokammzug zum Üben. Ich möchte mir aber gerne eine (gebrauchte) Kardiermaschine kaufen, um interessante Batts aus möglichst vielen verschiedenen Materialien selbst herstellen zu können.

Falls also jemand sein Kardiertier in gute Hände und artgerechte Haltung abgeben möchte, bitte bei mir melden.

Montag, 28. April 2014

Racing Stripes

nennt Jacey Boggs diese Technik.


Dabei entstehen die Streifen nicht beim Verzwirnen, sondern schon beim Spinnen. Der dunkel melierte Kammzug (Material unbekannt, Geschenk aus USA) wurde dick/dünn versponnen und das pinkfarbene Baumwollgarn lässt man dabei einfach mitlaufen. Die Streifen sind etwas ungleichmäßig geworden, da ich mit dem Joy noch nicht so vertraut war. Ich trete immer noch zu schnell und kriege dann zuviel Drall rein.  Aber ansonsten gefällt mir diese Technik und das Ergebnis gut. Auch deshalb, weil man hier Garne, die schon etwas älter sind, verarbeiten kann. Das pinkfarbene Knäuel liegt bestimmt schon seit 20 - 25 Jahren in meinen Wollkisten. Und als Solo-Garn hätte ich es bestimmt nicht mehr verwendet. Jetzt bekommt es sogar die Ehre, hier veröffentlicht zu werden. Wer hätte das gedacht?

 
 
 
Am Wochenende habe ich auch meine spiraligen Coils fertig bekommen. Sehen total witzig aus. Leider ließ sich die Sonne gestern so gar nicht blicken, fotografieren ging also nicht. Bilder werden aber nachgeliefert.
 
Dafür haben meine Erdbeerpflanzen das Regenwasser gierig aufgesaugt - ich hab sie richtig schlürfen gehört...
 
Jetzt kann das Wetter aber wieder freundlicher werden, damit wir einen schönen 1. Mai haben werden. Und vielleicht habe ich sogar am 2.5. frei. Das wäre schön.
 
Eine schöne, kurze Arbeitswoche wünscht Euch
Birgit


Freitag, 25. April 2014

Das Leben geht weiter ...

und wir versuchen uns an ein Leben ohne unser liebes Mümmchen zu gewöhnen. Das geht mal besser, mal schlechter. Manchmal überkommt es uns einfach und dann fließen immer mal wieder Tränen. Die Kerze auf ihrem Grab wird jeden Abend angezündet und brennt die ganze Nacht hindurch.
Mikesch hat die letzten zwei Wochen sehr wenig gefressen und sich auch sonst sehr ungewöhnlich verhalten. Es ist offensichtlich, auch er trauert.

Ostern ist vorbei und Famile Hase genießt die letzten Tage für dieses Jahr im Garten.









Zum Thema Spinnen gibt es auch Neuigkeiten:
Vom Wollschaf habe ich mir das Ashford Joy 2 DT mit Freedom Flyer ausgeliehen:


 
Ein praktisches Reiserad, lässt sich sehr schnell auf- und abbauen. Der Doppeltritt ist sehr angenehm und das Rädchen läuft sehr leicht. Die Spulenbremse war gewöhnungsbedürftig für mich, sie ist sehr feinfühlig. Das bin ich von meinem ruppigen Merino-Rad gar nicht gewohnt. Aber mittlerweile klappt es gut und zur Zeit verzwirne ich ein Dick/Dünn-Garn mit spiraligen Coils. Fotos folgen.
 
Am 10./11. Mai nehme ich an einem Art Yarn-Kurs von Kima in Darmstadt teil. Da freu ich mich schon sehr drauf. Claudia hat so schöne, verrückte Garnideen.
 
Und das war mein Ostergeschenk vom lieben Mann: 


Rastakämme wurden zweckentfremdet zu einem selbstgebauten Hackle - wie soll man das jetzt auf deutsch übersetzen? Also eine Vorrichtung, womit man Spinnfasern mischen/kämmen kann und sie dann mit dem sogenannten Dizz (ich habe den Verschluß einer O-Saft-Flasche dafür genommen / Loch reingebohrt) zu einem Kammzug verzieht. Die Idee hierzu stammt auch von Kima/Claudia.
 
Wie schon das selbstgebaute Kardierbrett hat auch diese Vorrichtung nur einen Bruchteil von dem gekostet, was die professionellen Anbieter dafür verlangen. Und vom gesparten Geld kann frau sich neue Spinnfasern kaufen oder einen Art Yarn-Kurs belegen.
 
Ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende - es soll ja regnen... Für die Natur unbedingt notwendig, meine Erdbeerpflanzen lechzen nach Wasser.
 
Herzlichst
Birgit 

Montag, 14. April 2014

Abschied von Pünktchen

Letzte Woche Montag, am 7.4.14 mussten wir uns schweren Herzens von unserer alten Dame für immer verabschieden.

Nachdem Pünktchen Sonntagvormittag sogar noch im Garten war, verschlechterte sich ihr Zustand am Nachmittag und in der Nacht dramatisch. Sie hatte Atemnot und konnte sich kaum mehr auf ihren Beinen halten.   

Der Tierarzt kam dann zu uns und Pünktchen ist um 12.35 Uhr in meinen Armen für immer eingeschlafen. Sie liegt nun mit ihren meistgeliebten Kuscheltieren unter ihrem geliebten Apfelbaum in unserem Garten.  

Durch Ihr hohes Alter von 17 Jahren und 9 Monaten hatten wir ja lange Zeit, uns auf diesen Moment vorzubereiten. Und wir dachten auch, dass wir gut vorbereitet wären. Dass es uns beide dann gefühlsmäßig doch so umhauen würde, haben wir nicht für möglich gehalten.
 
Dass es weh tun wird, war uns klar, aber im Moment zerreißt es uns förmlich das Herz. Es vergeht kein Tag ohne Tränen um unser Familienmitglied. 

Mikesch hat auch Abschied genommen. Nachdem der Tierarzt weg war, habe ich ihm Pünktchen gezeigt, er hat ganz vorsichtig an ihr geschnuppert und dann den Kopf zum Himmel gehoben und ein langes, lautes Miau ausgestoßen. Es war sehr rührend. Kurz vor der Beerdigung hat er eine Maus gefangen und neben ihr Grab gelegt. Bei der Beerdigung selbst saß er die ganze Zeit auf ihrer Bank neben dem Grab. Tiere verstehen alles !
 
Mach's gut kleine Maus, Du warst so tapfer und hast gekämpft bis zum Schluss. Wir sehen Dich und all unsere bereits verstorbenen Tiere wieder - irgendwann - ganz sicher.
 
Bis dahin bleibst Du unvergessen und fehlst.

Die Sonne tat in den letzten Tagen besonders gut

Mangels Zähne rutschte das Züngelchen immer mal raus

Mümmi nimmt Abschied von ihrem Garten, einen Tag vor ihrem Tod

Mümmis Grab in unserem Garten

 

Donnerstag, 3. April 2014

Jutegarn und Quittenlikör

Was man aus Jutegarn alles machen kann. Zum Beispiel eine Einkaufstasche - gehäkelt mit Nadeln Nr. 8, das Garn hatte ich bei einem Flohmarkt im Kloster bei uns in der Nähe günstig erstanden. Die Größe ist ca. 30 cm breit u. 45 cm hoch.



Das war Schwerstarbeit, kann ich Euch sagen, Das Garn hat 6 mm Durchmesser und verhielt sich nicht gerade geschmeidig. Ich konnte immer nur ein paar Reihen häkeln, dann meldete sich mein schmerzender
Tennis-/Maus-/Holzaufstapel-Ellbogen und rief: Aufhören !!


Aber das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut und ich plane, noch ein Exemplar in der Farbe Natur zu machen. 

Am Ende unseres Tals ist eine Gastwirtschaft, da kommen dann an schönen Wochenenden sehr viele Wanderer u. Radfahrer an unserem Haus vorbei. Und denen haben wir letzten Sonntag ein besonderes Angebot gemacht: Einen Probierstand mit unserem Quittenlikör. Dekoriert mit einem Hasen vom Flohmarkt. Er bewegt den Kopf u. die Arme und spielt eine Melodie dazu. Richtig schön kitschig, aber der arme Kerl sehnte sich so nach einem neuen Zuhause.




G'schmeckt hat's - und wenn das Wetter mitspielt, darf der Hase nächstes Wochenende wieder schnäpseln.