Mittwoch, 15. April 2015

Ei, Ei, Ei

So, nun ist Ostern auch schon wieder vorbei. Eine kleine Nachlese habe ich noch.
Ich finde es fürchterlich, wenn Bäume oder Sträucher zu Ostern mit diesen billigen Plastikeiern in Quitschfarben behängt werden. Dass es auch anders geht, haben die Landfrauen in unserem Dorf gezeigt. Sie haben die Osterkrone vor der Kirche mit ganz vielen selbstgestalteten Eiern behängt.
Richtige kleine Kunstwerke.







Noch dazu sind die Verzierungen auf unseren Ort abgestimmt. In unserer Gemeinde beherbergen wir nämlich das größte in Deutschland zusammenhängende Vorkommen der seltenen Schachblumen oder auch Schachbrettblumen. Wie die aussehen, könnt Ihr auf dem nächsten Bild sehen oder hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Schachblume.
Und kommendes Wochenende findet zu Ehren dieser Blumen sogar ein zweitägiges Fest bei uns in Obersinn statt. Hoffentlich blühen sie bis dahin!






 
Und dann habe ich wieder mal Brot in meinem Holzofen gebacken, eine neue Kreation: Mondkraterbrot ;-) Zugegeben, es sieht etwas seltsam aus, aber geschmeckt hat es einmalig !
 

Demnächst werde ich so einen Backtag auch mal Schritt für Schritt hier fotografisch vorstellen, das ging diesmal aus Zeitgründen nicht.


Fertig geworden ist auch ein neuer Schulterwärmer nach einer Anleitung aus der Landlust.


 
Herr Mikesch ist übergangslos vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit hineingepurzelt und lässt es sich mit dem alten Bäro gutgehen. Die Zwei hams gut.
 
 
In diesem Sinne, lasst es Euch auch gut gehen.
 
Herzlichst
Birgit



Dienstag, 7. April 2015

Ein ganzes Jahr ...

ist unser altes Mädchen nun nicht mehr bei uns.
1 Jahr, 365 Tage - sie fehlte jeden Tag.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie tun nur nicht mehr ganz so schlimm weh.

Liebes Pünktchen, Du bist immer noch bei uns - in Gedanken und im Herzen - für immer.

Donnerstag, 2. April 2015

Ostereiersammeltasche

Passend zur Osterzeit habe ich eine Ostereiersammeltasche gestrickfilzt. Das war eine Premiere. Gestrickfilzt habe ich bisher nocht nicht. Im gestrickten Zustand war die Tasche riesig.


Die Eierfächer:
 

Passende Tragegriffe


Aber nach zwei Maschinenwaschgängen bei 40 Grad, in Gesellschaft einer alten Jeans und zwei Tennisbällen ist ein origineller Shopper entstanden. 



Diese Farben entsprechen eher dem Original:


Gefällt mir richtig gut und wie gesagt, zum Eiersuchen ebenfalls geeignet.

Mikesch spitzt schon mal die Öhrchen, ob der Hase bereits am Verstecken ist. 


Hoffentlich hat der Hausimker mein Ostergeschenk nicht unter dem Berg Brennholz versteckt.


Sinnierender Waldfacharbeiter


 Ich wünsche Euch schöne Ostertage mit hoffentlich viel Sonne!

Freitag, 27. März 2015

4 U 9525

Eine unfassbar traurige Woche geht zu Ende.

Die Tage waren bestimmt von Livetickern, Eilmeldungen und TV-Brennpunkten.
Schockierende Nachrichten, unglaubliche Bilder.

Den Angehörigen der Opfer steht die schlimmste Zeit noch bevor.
Wenn sie alleine sind, mit sich und ihrem Schmerz.

Auf vielen Blogs war es diese Woche auffallend ruhig. 
Die Welt steht doch in gewisser Weise still.

Mir war auch nicht danach, von Alltagsdingen zu berichten.

So möchte ich mit diesen Rosen, deren Tautropfen an all die vielen Tränen erinnern,
meine tiefe Anteilnahme ausdrücken.

Montag, 16. März 2015

Brombeeriges Steinschaf

Ich trau mich ja eigentlich gar nicht, es laut zu sagen: Meine Filzhausschuhe, die ich mir letztes Jahr im Juni bei Sophia Wagner gemacht hatte, habe ich doch tatsächlich vor vier Wochen zum ersten Mal angezogen. Bisher standen sie als "Ausstellungsstücke" an prominenter Stelle, wurden bewundert und dienten bei Bestellungen als Anschauungsobjekt. Irgendwie waren sie mir zu schade zum Anziehen.

Mittlerweile ziehe ich nix anderes mehr im Haus an die Füße, es ist eine solche Wohltat, abends nach der Arbeit in diese Filzschuhe zu schlüpfen. Und ich habe auch schon des öfteren den Kopf über mich selbst geschüttelt, warum ich die Schuhchen nicht schon viel früher benutzt habe.

Der Hausimker ist ebenfalls großer Filzhausschuhfan, seine Exemplare nutzt er fleißig, ebenso seinen Filzhut.











Als nun eine Bestellung bei mir eintrudelte, freute ich mich richtig, mal wieder spannend nass zu filzen. Ein bisschen Spannung ist ja immer beim Nassfilzen dabei: Hat man die Wolle sorgsam genug ausgelegt, gibt es keine Löcher, filzt alles gut zusammen, passen die Schuhe am Ende auch?
Umso größer ist dann die Freude, wenn alles gut von der Hand geht. 

Also flugs die Zutaten zusammen gesucht und los gelegt.
Als Unterlage nehme ich gerne den Schneerutscher, den es immer wieder mal bei Feinkost Albrecht gibt.



Vorsichtig die aufgelegten Seidenfäden angefilzt.


An Wolle habe ich dieses Mal innen eine Mischung aus Bergschaf/Bambus in hellbraun und außen Steinschaf in Brombeer genommen.


Beide Wollen filzen sehr gut. Das Steinschaf ergibt einen schönen, stabilen Filz. Sehr gut geeignet für Schuhe.

 
Massage tut auch Hausschuhen gut.
 
 

Nach der Endbehandlung kommen die aufgelegten Seidenfäden gut zur Geltung.


Dann noch schön umstickt, Latexsohle aufgetragen und ein bisschen bling-bling aufgelegt.


Nach rd. 10 Stunden Handarbeit ist wieder ein edles Paar Filzhausschuhe in Größe 38 entstanden und macht sich auf die Reise zu einer netten Spinnkollegin, um ihr in Zukunft die Füße zu wärmen.


 

Kommenden Mittwoch habe ich "zwangsfrei". In Frankfurt ist "Blockupy" angesagt und als Vorsichtsmaßnahme wurde vom Arbeitgeber empfohlen, an diesem Tag Urlaub zu nehmen. Das mache ich dann auch - gut, dass das Wetter schön werden soll - Gartenarbeit, ich komme !

Eine schöne blockadenfreie Frühlingswoche wünscht Euch herzlichst
Birgit

Dienstag, 10. März 2015

Karibischer Spessart

Was für ein Wetterchen am Wochenende! Wärmende Sonnenstrahlen, laues Lüftchen, einfach ein Gedicht.

Unser Biberstausee erstrahlt in wahrhaft karibischen Farben.



Familie Biber hat die Schleuse wieder geschlossen und nur noch eine kleine Nebenrinne offen gelassen.


Jede Menge (Kröten-)Laich - Vorsicht beim Autofahren, die Saison der Krötenwanderungen beginnt!


Unsere Obstbäume haben ihren Formschnitt bekommen. Da kam ganz schön was zusammen. Der Hausimker riskierte sein Abendessen, als er kess meinte: "Du bist die erste Hexe, die ihren Scheiterhaufen selbst aufsetzt".


Und ja, ihr seht richtig, links vom Scheiterhaufen liegt schon wieder ein ansehnlicher Stapel Brennholz, der darauf wartet gespalten und aufgesetzt zu werden. Das hatten wir doch erst, ist schon wieder ein Jahr vorbei?

Auch etliche andere Bäume auf unserem Grundstück wurden etwas ausgeputzt. Dickere und dünnere.
 




















Sonntags habe ich dann die Freiluft-Spinn-Saison eröffnet.
Erstmal den angefangenen "Forever in Blue Jeans"-Kammzug (60 %BFL, 20 % Seacell, 20 % Seide) fertiggestellt. 




 

Zwischendurch auf dem Bauch liegend Blümchen fotografiert und vorbeikommende Wanderer beruhigt, dass es mir gut geht ...

 
Und dann habe ich mir endlich mal "Antonio" vorgenommen. Das Lama. Wunderbar kardierte Wolle von der Vögelesmühle, Cappuccino-Karamell-Melange. Lässt sich schön fein spinnen, fusselt ein bisschen und hie und da sind noch Heureste drin. Aber das ist ja das Schöne beim Spinnen im Freien, da kann man das Beiwerk einfach so fallen lassen. Und über die Grannenhaare freuen sich die Vögel für Ihren Nestbau.


Ich hör immer Antonio? Schönes Vlies, ok. Aber der hat bestimmt nicht so eine schöne rosa Schweinchen-Nase wie ich.
Mikesch ist noch im Winterschlafmodus.

 
Eine hoffentlich aufgeweckte Woche wünscht Euch herzlichst  
Birgit