Mittlerweile ziehe ich nix anderes mehr im Haus an die Füße, es ist eine solche Wohltat, abends nach der Arbeit in diese Filzschuhe zu schlüpfen. Und ich habe auch schon des öfteren den Kopf über mich selbst geschüttelt, warum ich die Schuhchen nicht schon viel früher benutzt habe.
Der Hausimker ist ebenfalls großer Filzhausschuhfan, seine Exemplare nutzt er fleißig, ebenso seinen Filzhut.
Als nun eine Bestellung bei mir eintrudelte, freute ich mich richtig, mal wieder spannend nass zu filzen. Ein bisschen Spannung ist ja immer beim Nassfilzen dabei: Hat man die Wolle sorgsam genug ausgelegt, gibt es keine Löcher, filzt alles gut zusammen, passen die Schuhe am Ende auch?
Umso größer ist dann die Freude, wenn alles gut von der Hand geht.
Also flugs die Zutaten zusammen gesucht und los gelegt.
Als Unterlage nehme ich gerne den Schneerutscher, den es immer wieder mal bei Feinkost Albrecht gibt.
Vorsichtig die aufgelegten Seidenfäden angefilzt.
An Wolle habe ich dieses Mal innen eine Mischung aus Bergschaf/Bambus in hellbraun und außen Steinschaf in Brombeer genommen.
Beide Wollen filzen sehr gut. Das Steinschaf ergibt einen schönen, stabilen Filz. Sehr gut geeignet für Schuhe.
Massage tut auch Hausschuhen gut.
Nach der Endbehandlung kommen die aufgelegten Seidenfäden gut zur Geltung.
Dann noch schön umstickt, Latexsohle aufgetragen und ein bisschen bling-bling aufgelegt.
Nach rd. 10 Stunden Handarbeit ist wieder ein edles Paar Filzhausschuhe in Größe 38 entstanden und macht sich auf die Reise zu einer netten Spinnkollegin, um ihr in Zukunft die Füße zu wärmen.
Kommenden Mittwoch habe ich "zwangsfrei". In Frankfurt ist "Blockupy" angesagt und als Vorsichtsmaßnahme wurde vom Arbeitgeber empfohlen, an diesem Tag Urlaub zu nehmen. Das mache ich dann auch - gut, dass das Wetter schön werden soll - Gartenarbeit, ich komme !
Eine schöne blockadenfreie Frühlingswoche wünscht Euch herzlichst
Birgit
