Montag, 16. Juni 2014

Königin auf der Flucht

Eines unserer Bienenvölker wollte sich doch tatsächlich einfach mal so aus dem Staub machen. Mal schauen, ob es woanders vielleicht doch noch schöner ist als bei uns - kann ich ja überhaupt nicht verstehen. Der Imker nennt das in der Fachsprache Schwärmen. D.h. im Bienenstock wächst eine neue Königin heran. Für die alte Königin heißt das, ich bin hier überflüssig und kann mit einem Teil des Volkes abhauen und woanders ein neues Leben beginnen. Also das, was die Menschen auch manchmal gerne machen würden.

Zufällig war mein Hausimker zum richtigen Zeitpunkt bei seinen Bienen und hat die Schwärmerei mitbekommen. Ein Naturschauspiel der besonderen Art.


 
 

Die Bienen sammeln sich außerhalb des Stockes um ihre Königin und warten auf das Signal zum Aufbruch. Wenn man diesen Zeitpunkt verpasst, ist das Volk für den Imker verloren. Aber wir waren ja da und haben das Volk einfach wieder eingefangen.  


Ok, dies als einfach zu bezeichnen ist vielleicht etwas kühn ausgedrückt. Immerhin schwirren einem ca. 50.000 Bienen um die Ohren, das ist nicht jedermanns Sache. Aber es hat geklappt, nur der Hausimker wurde einmal ins Knie gestochen. Ansonsten waren die Damen und die wenigen Herren sehr brav.

Kommentare:

  1. Tolle Bilder! Vor kurzem kam bei einem Nachbar das Thema Bienenhaltung auf. Ich finde es äußerst interessant und hatte mit dem Gedanken gespielt, mich näher damit zu beschäftigen. Man meint ja, man stellt Bienenkörbe auf, erntet den Honig und das wars. Weit gefehlt. Etwas Respekt vor dem Stachel ist natürlich auch vorhanden. Und deswegen freue ich mich, dass Du auch über eure Bienen berichtest und einem so einige Eindrücke vermittelst.
    LG Tanja

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    1. Liebe Tanja,
      ich kann nur bestätigen, dass Imkern entgegen der weitläufigen Meinung sehr arbeitsaufwändig ist - wenn man es art- und tierschutzgerecht betreibt. Es gibt leider auch hier Menschen, die mit den Bienen wie in der leider üblichen Massentierhaltung umgehen. Das machen wir nicht - bei uns hat jede Biene einen eigenen Namen - Spaß beiseite - wir bemühen uns, dass es unseren Tieren einfach gut geht und sie sich wohl fühlen.
      Summende Grüße
      Birgit

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  2. Wow, wunderschöne und beeindruckende Bilder ❤ Ich wette in natura noch viel beeindruckender...
    Ganz liebe Grüsse
    Andrea

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  3. Wunderschöne und interessante Fotos. Ich glaube, die Bienen sind gar nicht so aggressiv, wenn sie so zusammengeballt sind, sie sind nur darauf aus da zu sein wo ihre Königin ist und ihr zu folgen. Trotzdem muss man sicher Respekt haben beim Einfangen, ---ich hätte schon große Angst davor gestochen zu werden.
    LG Ute

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  4. tolle fotos! Und wie stellt man sich das einfangen vor, wenn die alle in so einer Traube aufeinander sitzen..?

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    1. Hallo Anu (bist Du die Anu, von der Sophia mit erzählt hat?),
      man stellt einen Kasten oder einen Sack unter die Traube und schlägt fest auf das Teil, wo die Bienen sitzen - in unserem Fall das Gattertor. Natürlich nicht auf die Bienen, sondern etwas daneben. Dann fallen eine Menge Bienen - hoffentlich inkl. der Königin - in den Kasten. Dann kommen sie in eine neue Beute (so wird der Bienenkasten genannt) u. man hofft, dass sie dort bleiben. Bei uns hat es geklappt, sie haben es sich nochmal überlegt und sind bei uns geblieben.
      Schöne Grüße von Birgit

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    2. ja, das bin ich! Herzlichen Dank für Deine Erklärungen...ich träume ja schon lange von "eigenen Bienen"...mal sehen, ob wir das irgendwann realisieren. Liebe Grüße von der Insel, Anu

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